Unsere Handys, ihre Hölle - Frauen im Kongo: vergewaltigt und verstoßen - Ein Weg zurück ins Leben?

Datum: 
Mittwoch, 17. Juni 2020 - 19:00
Ort: 
Roncalli Haus Friedrichstraße 26, 65185 Wiesbaden

Die Kongolesin Thérèse Mema Mapenzi, Traumatherapeutin, lebt mitten im Bürgerkriegsgebiet. Hier geht es um den Profit, die Gier nach seltenen Metallen, die Räuberbanden auf den Plan ruft. Diese Banden zerstörendas Leben und die Gemeinschaft der Menschen. Was können wir mit unserem Verhalten tun, um die Situation zu ändern?

"Thérèse Mema Mapenzi absolvierte im Herbst 2013 den Qualifizierungskurs der Akademie für Konflikttransformation. Sie arbeitet als Projektleiterin bei der Justice and Peace Commission in der DR Kongo. Dort engagiert sie sich für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch, schafft durch das Einrichten von Traumazentren – sogenannten Listening Rooms – einen sicheren Raum für die Menschen und gibt ihnen allen Tabus zum Trotz eine Stimme.

Eine ihrer Aufgaben ist es, Dörfer zu besuchen und mit den Bewohnern über ihre Rechte zu sprechen, die viele von ihnen gar nicht kennen. „Die Opfer dieser Gewalt haben kein Interesse an höherer Politik – was sie brauchen, ist jemand, der ihnen zuhört“, erzählt Thérèse Mema Mapenzi. Dafür hat sie die Listening Rooms aufgebaut. In Seminaren klärt sie Frauen über ihre Rechte auf und stärkt ihr Selbstwertgefühl.

Thérèse Mema Mapenzi:"Dank meiner Weiterbildung an der Akademie habe ich neue berufliche Chancen erhalten. Außerdem wurde mir der 'Shalom Preis 2015' verliehen. Heute bin ich selbst Ausbilderin für Konflikttransformation in der D.R. Kongo.